Trainings

Vom Normalbetrieb über Krisensituationen bis zum Netzwiederaufbau.

 

Netz- und Systemführung

 

Die Übertragungsnetzbetreiber sind gesetzlich zur Gewährleistung der Systemsicherheit des Elektrizitätsversorgungssystems verpfichtet. Diese Verpflichtung beinhaltet im Zusammenspiel mit den unterlagerten Verteilungsnetzbetreibern und Erzeugern einerseits die Systembalance,

  • die jederzeitige Übereinstimmung von Erzeugung und Verbrauch, d.h. die Einhaltung der Standardfrequenz von 50 Hertz

und andererseits die Netzführung, also

  • die Einhaltung der physikalischen Grenzwerte (Spannungshaltung),
  • Sicherung der Laststablität bzw. die Vermeidung von Überlastung (Wahrung des (n-1)-Kriteriums)
  • den Netzwiederaufbau nach Großstörungen oder Blackouts.

Ein wesentliches Element der Netzführung ist die Fähigkeit der Netzbetreiber nach Teilnetz- oder Netzzusammenbrüchen, schnell das Netz wieder aufzubauen und die Wiederversorgung mit Elektrizität zu sichern. Daraus leiten sich u. a. die Trainingsanforderungen ab:

  • Kennen des Zusammenwirkens aller Elemente und Prozesse des Elektrizitätsversorgungssystems
  • Beherrschen der "Werkzeuge" zur Überwachung und Steuerung der Netz- und Erzeugungsanlagen (SCADA System, EMS, Fahrplanmanagementsystem, Datenmanagementsystem, Analyse- und Alarmierungssysteme)
  • Kennen und Beherrschen von gesetzlichen, regulatorischen, unternehmensspezifischen Vorschriften und sonstigem Regelwerk (nationale und internationale Normen, Verbandsregeln u. a.)
  • Erkennen und Analysieren von Systemzuständen sowie Ableiten und Umsetzen von Entscheidungen und Handlungen im Zusammenwirken mit relevanten Partnern
  • Beherrschen der Kommunikation mit den relevanten Partnern
  • Beherrschen von kritischen Zuständen und Krisensituationen
  • Gewährleistung einer anforderungsgerechten Dokumentation

Zielgruppe

Mitarbeiter aus den Bereichen der Elektroenergieerzeugung, -übertragung, und -verteilung, insbesondere Mitarbeiter der Leitstellen

Trainingsinhalt/-szenarien

  • Grundsätze und Anforderungen an eine sichere und regelkonforme Netz- und Systemführung unter Einbeziehung von Sicherheits- und Marktaspekten
  • Einführung in Grundfunktionalitäten des Leitsystems
  • Analyse der Ausgangslage und des Systemsicherheitsstatus
  • Ausführen von einfachen bis komplexen Schalthandlungen im Zusammenspiel mit Partnern
  • Umsetzung von Maßnahmen zur Sicherung von Frequenz, Spannung und (n-1)-Sicherheit im Normal-, Stör- und Stressbetrieb
  • Beherrschen unvorhergesehener Änderungen von prognostizierender Last und/oder Erzeugung (z. B. Starkwindfront, PV-Einspeisung, KW-Ausfall) sowie einfacher bis komplexer Störungssituationen (u. a. simulierte Sturmstörungen mit Leitungsumbrüchen)
  • Üben der Kommunikation und koordinierten Handlungen mit nationalen und internationalen Partnern im Normal-, Stör- oder Stressbetrieb

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